
Auch Worte wandern. Sie kommen von weit her, aus Grönland und Polynesien, und sie kommen von ganz nah, aus Frankreich und Italien. Viele Wörter sind heute
derart integriert, dass wir gar nicht mehr erkennen, dass sie einst Fremde waren. So wie das aus dem angelsächsischen Raum stammende «Radar» oder das aus
dem Italienischen stammende «bankrott».
Manche Wörter haben auf ihrer Reise in deutsche Münder Zwischenstationen eingelegt. So zum Beispiel «Tschüss», das ursprünglich aus Spanien stammt
(«a dios», «zu Gott») und dann über das Niederdeutsche in unseren Sprachraum einreiste. Einige Wörter kommen gar aus zwei unterschiedlichen Sprachräumen, so
wie «Picobello», das zusammengesetzt ist aus dem Niederdeutschen «Pük» (ausgezeichnet, vergleiche piekfein) und dem Italienischen «bello» (für schön).
Worte nahmen verschiedene Wege, z. B. über Immigration und Flüchtlingsbewegungen oder über Handelsrouten. Auch heute noch reisen Wörter, vor allem englische Wörter,
über den Atlantik und den Ärmelkanal zu uns. Die Weltkarte zeigt die Herkunftsorte von Wörtern. Quelle: Duden, Herkunftswörterbuch

Wenn Menschen miteinander reden, reden sie allzu oft aneinander vorbei, weil sie mit bestimmten Begriffen nicht das Gleiche meinen. Dieses Projekt soll dazu anregen,
sich mit Wörtern auseinanderzusetzen. Denn die Sprache brauchen wir zwar täglich – sie ist aber keinesfalls alltäglich. Bücherbons zu gewinnen! Gehen Sie zum
Panel « Wortkreationen».
Ausführung: Stiftung Science et Cité www.science-et-cite.ch, Forschungsgruppe meaning.ch (Universität Bern) / Redaktion: advocacy.ch / Grafik: Atelier Poisson, Lausanne
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