science et cité – wissenschaft und gesellschaft im dialog
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Science et Cité
 
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Slang ist kein neues Phänomen. Bereits im 18. Jahrhundert gab es erste Slang-Wörterbücher, zum Beispiel speziell für Studenten. Solche Wörterbücher verkauften sich meist sehr gut und weckten schon damals das Interesse der Moralhüter. Aber warum gibt es Slang? Slang ist der Sprachgebrauch bestimmter Gruppen, z.B. von Studenten, Hip-Hoppern oder Einwanderern. Es geht einerseits darum, andere auszugrenzen: Solche, die nicht zur Gruppe gehören. Slang hat andererseits etwas Integratives: Wer den Slang der Gruppe spricht, der gehört dazu.
Die Jugend hat sich schon immer gerne durch Slang gegenüber der Erwachsenenwelt abgegrenzt – als eine Art Rebellion.
 

 

Überspitzt könnte das dann so lauten:


 

Eine andere – oft nicht ganz ernst gemeinte – Form des Jugendslangs ist das vor einigen Jahren in Mode gekommene «Jugodeutsch». Dabei ahmen Jugendliche mit Schweizer Wurzeln den Slang von Jugendlichen mit Wurzeln aus dem Balkan nach. Dies äussert sich vor allem auch in der Aussprache.


 

Es gibt viele Erklärungen, warum Jugendliche dies tun. Die Sprachforscherin Christa Dürscheid schreibt dazu: «So mag es gerade für Jugendliche, die in einem behüteten Umfeld aufgewachsen sind, reizvoll sein, mit einer komplett anderen Identität zu kokettieren.»

Andere Soziolekte kennen nur noch wenige und werden auch kaum mehr gesprochen. Im Mattenquartier in Bern entwickelte sich das Mattenenglisch als Geheimsprache. Und so funktionierts: Man nehme ein berndeutsches Wort, stelle die erste Silbe (einschliesslich erstem Vokal) an den Schluss, füge am Anfang ein i an und ersetze den letzten Buchstaben durch ein e (Bsp. aus Bärn wird Irnbe).
 

Welches Volkslied ist gemeint?


Auflösung

Chumm mir wei go Chrieseli günne

 

Wenn Menschen miteinander reden, reden sie allzu oft aneinander vorbei, weil sie mit bestimmten Begriffen nicht das Gleiche meinen. Dieses Projekt soll dazu anregen, sich mit Wörtern auseinanderzusetzen. Denn die Sprache brauchen wir zwar täglich – sie ist aber keinesfalls alltäglich. Bücherbons zu gewinnen! Gehen Sie zum Panel «Wortkreationen».

Ausführung: Stiftung Science et Cité www.science-et-cite.ch, Forschungsgruppe meaning.ch (Universität Bern) / Redaktion: advocacy.ch / Grafik: Atelier Poisson, Lausanne