Festival 2001- Grenzen und Möglichkeiten der Wissenschaft

Das Festival 2001 fand in den zehn Schweizer Universitätsstädten statt. Es wollte Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Das Festival 2001 fand in den zehn Schweizer Universitätsstädten statt. Es wollte Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Zielpublikum war die Jugend, die vor dem Entscheid stand, ob sie sich auf die Wissenschaft einlassen soll oder nicht, skeptische Bürger und Bürgerinnen, die Ihre Ansichten diskutieren wollten und schliesslich auch Forscher und Forscherinnen selbst, welche sich mit den Fragen, Wünschen und Anregungen der Öffentlichkeit auseinandersetzen wollten.Nach der nationalen Eröffnungsfeier in Zürich wurden in den regionalen Festivalorten insgesamt über 1000 verschiedenste Veranstaltungen zum Hauptthema "Grenzen und Möglichkeiten der Wissenschaft" angeboten.

Den Film zum Festival finden Sie auf Youtube.

Basel - Wissenschaft und Kultur live

Die Schwerpunktthemen des Basler Festivals waren Life Sciences und Info Sciences. Ganz ausdrücklich in den Dialog einbezogen wurden die sogenannten "Werte-Wissenschaften" wie Philosophie und Ethik. Zu den Projekten gehörten ein Rollentausch zwischen Michael Schindhelm (Intendant Theater Basel) und Hans-Peter Wessels (Geschäftsführer des Zentrums für Pharmazeutische Wissenschaften Basel/Zürich), der Einbezug von Forschern aus der Industrie in den naturwissenschaftlichen Unterricht an oberen Schulen, die Jurierung und Preisverleihung von "Schweizer Jugend forscht" sowie über 60 weitere spannende Veranstaltungen.

Bern - Kaleidoskop der Wissenschaften

Im Loebschaufenster, auf dem Bundes-, Münster- und Kornhausplatz, im und vor dem Käfigturm und vor dem Bahnhof wurden dem Publikum rund 40 wissenschaftliche Projekte vorgestellt. Alle Stationen waren betreut, den BesucherInnen wurde mit Vorträgen, Experimentierstationen, Konzerten, Podiumsdiskussionen und Theatervorstellungen ein ganzheitliches Programm angeboten, welches abstrakte Inhalte hautnah erlebbar machte.

Fribourg - Das Feuer / Le feu

Freiburg stellte seine Veranstaltungen unter das höchst symbolische Zeichen des Feuers: Feuer als Element der Zivilisation, aber auch der Zerstörung. Mit diesem Thema wurden die Möglichkeiten und die Risiken der wissenschaftlichen Entdeckungen beleuchtet, aber auch die Angst und die Faszination, die von der Wissenschaft und ihren zahlreichen Anwendungen ausgehen. Die Wissenschaft begab sich für die Zeit des Festivals in die Gassen und in die Schulzimmer

Genf - Science et parascience

Das Genfer Komitee war sich bewusst, dass mit der Wahl des Themas «Science et Parascience” ein heisses Thema gewählt worden war- dennoch sollte eine Polemik vermieden werden. Die Grenze sollte erfahren, aber nicht gesetzt werden.

Dank der Beiträge der verschiedenen Partner (die Passerelle Science-Cité, die "Comédie", der Ciné-Club de l'Université, das Musée d'Ethnographie, das Musée d'Histoire des Sciences, der Jardin Botanique, das Muséum d'Histoire Naturelle, Papiers Gras, la Fondation Verdan, das Centre de Saint-Gervais, das CERN, Radio Lac) wurden während dem Festival eine reichhaltige Auswahl verschiedener Veranstaltungen angeboten: Kostümfest, Theater, Debatten zwischen Publikum und Wissenschaftern, Film, Ausstellungen, Radio und Weiteres.

Lausanne - Traversées - à la rencontre des sciences

Die Lausanner Veranstaltung «Traversées” hatte sich zwei ehrgeizige Ziele gesetzt: Sie wollte ein breites Publikum die Wissenschaften entdecken lassen und sie wollte die Gräben schliessen, die zwischen Wissenschaft und Bevölkerung bestehen, indem sie Begegnungen zwischen Wissenschaftlern der verschiedensten Bereiche initiierte. Ein von Musik und Theater begleitetes Programm, ein Wissenschaftsmarkt, und zahlreiche Diskussionsrunden zu aktuellen Themen sollten zu einer besseren Erfassbarkeit der Wissenschaft und deren Platz in der Gesellschaft beitragen.

Luzern - Im Licht der Wissenschaft

Luzern, die Stadt der Lichter, im Licht der Wissenschaften: Architekturnächte, das Zeitalter des Barock, General Dufour, die Körpergeschichte von Frauen, der genetisch durchleuchtete Mensch, Replikantenjäger, ein Frauenstadtrundgang, eine Schifffahrt, Ausstellungen, Musik- und Theateraufführungen - und ein Versuch, Christus und Buddha ins Gespräch zu bringen waren Projekte des Luzerner Festivals. Licht hier, Erleuchtung da.

Neuchâtel - Métamorphoses

Im Herzen der Stadt wurden in einem aufblasbaren Raum 15 wissenschaftliche und gesellschaftliche Projekte von Universitäten vorgestellt. Anhand von zahlreichen Animationen wurde die aktive Zusammenarbeit mit den kulturellen und künstlerischen Kreisen des Kantons Neuenburg sichtbar.

Ostschweiz - Wissenschaf(f)t! für alle

In der Ostschweiz bot das «Festival Science et Cité” nicht nur Gelegenheit zur Begegnung von Wissenschaft und Gesellschaft, sondern auch zur Zusammenarbeit aller Hochschulen in dieser Region. An einer Standaktion wurde beispielsweise das grösste Buch der Schweiz, das «Buch des Wissens”, vorgestellt. Es wurden Dialoge und Vorträge im Rahmen der «Woche der offenen Hochschule” organisiert. Die Hochschulen verliessen aber auch ihre Gemäuer und diskutierten an öffentlichen Plätzen.

Ticino - Il certo e l'incerto

Der Titel der Tessiner Veranstaltung wollte einerseits das Wissen hervorstreichen, das heute als gesichert betrachtet wird, und andererseits auf die Befürchtungen und Zweifel in der Bevölkerung hinweisen, die dieselbe Forschung auslöst.

Während des Festivals wurden im ganzen Kanton Tessin Debatten, Photoausstellungen, Besuche bei Forschungsanstalten und auch Theatervorstellungen angeboten.

Zürich - Festival des Wissens

In Zürich sollten Kontakte zwischen den Forschenden und der Bevölkerung entstehen, die die gesellschaftliche Bedeutung und die Vielfältigkeit von Forschung aufzeigen und die Lust auf eigene Forschung wecken:
Die Halle des Hauptbahnhofs wurde zu einem riesigen Laboratorium, die Hauptgebäude von Uni und ETH zum Ausstellungszentrum des Festivals des Wissens. Auf der ETH Hönggerberg fand ein Tag der offenen Tür statt, in verschiedenen Museen wurden Aktivitäten und Führungen durch die Ausstellungen organisiert. Das Filmpodium Studio 4 stellte ein spezielles Kinoprogramm zusammen und das Institut für Filmwissenschaften zeigte im Volkshaus restaurierte Filme mit Live-Musik.

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