WuDu! – Wissenschaft und Du

Mit dem auf zwei Jahre angesetzten Pilotprojekt «WuDu!» versucht Science et Cité zusammen mit diversen Partnern das Potenzial von Social Media resp. digitaler Interaktion im Dienste der Wissenschaftskommunikation auszuloten.

Ziel ist es, aus einer hochschulübergreifenden Perspektive ein wissenschaftsfernes Publikum mit Forschung in Berührung zu bringen und dessen Hemmschwelle gegenüber den Wissenschaften zu senken. Als modellhafte Zielgruppe werden Lernende (Lehrlinge) und ihr Umfeld über Scientainment, (Micro-) Influencer Marketing, niederschwelligen Wissenschaftsdialog sowie gezielte Aktionen in ihrem Lebensumfeld angesprochen.

Ziele von «WuDu!»

Zusammen mit Partnern versucht das Projekt «WuDu!», allfällige Hemmschwellen und  Vorurteile von Lernenden gegenüber Wissenschaft und Forschung abzubauen. Das Projektteam tritt dazu direkt und über die aktuellsten digitalen Kanäle mit der Zielgruppe in Dialog und bringt sie mit wissenschaftlichen und ethischen Fragestellungen rund um die Forschung in Kontakt.

Zusammen mit der Zielgruppe will «WuDu!» das Potential der neuen digitalen Kanäle und Kommunikationsmethoden für die Wissenschaftskommunikation ausprobieren, um so Erkenntnisse über deren Funktionsweisen und Möglichkeiten gewinnen.

Warum Lernende?

  1. Lernende sind politisch und gesellschaftlich von grosser Bedeutung, da ihnen noch eine lange Zeit ihre bürgerlichen Pflichten als Stimmbürger obliegen.
  2. Lernende sind zwar nicht bildungs-, aber oftmals wissenschaftsfern, haben also wenig Anknüpfungsmöglichkeiten an die Wissenschaften.
  3. Viele Lernende sind «digital natives» und kennen die neusten Trends der online Kommunikation – oft bevor diese in den Kommunikationsabteilungen der Hochschulen angekommen sind. Lernende bieten so für «WuDu!» die Möglichkeit, neue Plattformen und Kanäle auszuprobieren und kennenzulernen.
  4. Lernende stammen nicht nur aus dem urbanen Raum, sondern oft aus der Landbevölkerung, die für die bisherige Wissenschaftskommunikation schwer zu erreichen ist.
  5. Lernende können in Berufsschulen und über den Arbeitgeber gezielt angesprochen werden.

Warum ist das Projekt für die Wissenschaftskommunikation wichtig?

Das Projekt setzt sich von der bisherigen Wissenschaftskommunikation in der Schweiz über zwei Alleinstellungsmerkmale ab:

  1. Die Zielgruppe Lernende steht bei Universitäten und Hochschulen nicht im Fokus, und auch Wissensmagazine und -sendungen sprechen sie kaum je direkt an.
  2. «WuDu!» will nicht – wie sonst oft in der Wissenschaftskommunikation – direkt Werbung für die Universitäten und Hochschulen machen und auch nicht primär auf Wissensvermittlung ausgerichtet sein. Vielmehr geht es darum, das Vertrauen der Zielgruppe in die Wissenschaften über Personen, Storytelling und Scientainment zu stärken und mit ihnen in den Dialog zu treten.

Während der Projektdauer werden zusätzliche – möglichst längerfristige – Partner angesprochen.

Wie geht «WuDu!» konkret vor?

Über verschiedene Herangehensweisen probiert das Projektteam aus, welche Inhalte und welche Formate bei den Jugendlichen aus der Zielgruppe besonders gut ankommen.

Verschiedene Formate laufen derzeit oder befinden sich im Aufbau:

  1. In Zusammenarbeit mit dem Paul Scherrer Institut PSI und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW werden im Jahr 2020 Video-Hackathons durchgeführt.
  2. «WuDu!» hatte einen Stand an der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM 2019 in Bern.
  3. Mit dem Account Prof. Dr. Fuchs werden verschiedene Formate auf Instagram getestet: https://www.instagram.com/prof.dr.fuchs/

Kontakt

Interessenten und solche, die gerne auf irgendeine Weise am Projekt mithelfen würden, dürfen sich gerne beim Projektteam melden:

Begleitgruppe

  • Claudia Appenzeller (Akademien der Wissenschaften Schweiz)
  • Mirko Bischofberger (EPFL)
  • Philipp Burkard (Science et Cité)
  • Gian-Andri Casutt (ETH-Rat)
  • Jun Sarbach (Schweizerischer Nationalfonds)
  • Marco Vencato (Gebert Rüf Stiftung)

Partner

Das Pilotprojekt wird in Zusammenarbeit mit den Akademien der Wissenschaften Schweiz und dem Schweizerischen Nationalfonds durchgeführt. Grosszügig finanziell unterstützt wird das Projekt von der Gebert Rüf Stiftung.

Weitere Partner sind:

  • Paul Scherrer Institut PSI
  • Landi AG
  • Berufs- und Ausbildungsmesse BAM Bern
  • Prof. Bummbastic
  • Schweizerische Akademie der Medizinwissenschaften SAMW

Partner